CLE (Clear Lens Exchange)
PRELEX (Presbyopic Lens Exchange)

Der Austausch der körpereigenen Linse gegen eine Kunstlinse findet bei extremen Fehlsichtigkeiten Einsatz.


Dieses Verfahren wird seit Jahren bei der Operation des »Grauen Stars« eingesetzt.

Da bei dieser Operation das Auge aber seine natürliche Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen selbst scharf einzustellen ("Akkommodation"), gänzlich verliert, wird dieses Verfahren (CLE) meist nur dann eingesetzt, wenn diese Akkommodationsfähigkeit bereits reduziert ist (ca. 40. Lebensjahr), sich die Linse bereits zu trüben beginnt (beginnender Grauer Star) oder andere gewichtige Gründe vorliegen, die diesen Eingriff sinnvoll machen.
Mittlerweile werden auch
multifokale Intraokularlinsen - das sind künstliche Linsen, die eine bessere Lesefähigkeit erlauben - implantiert (PRELEX).


  Im ersten Schritt wird die körpereigene Linse entfernt: Durch einen kleinen, nur ca. 3 mm großen peripheren Einschnitt wird die vordere Hülle (vordere Kapsel) der menschlichen Linse kreisförmig geöffnet.
     
 
Durch den kleinen Schnitt wird der Linsenkern dann mittels Ultraschallzertrümmerung (Phakoemulsifikation) aus dem Kapselsack entfernt und die übrigen Linsenbestandteile abgesaugt.
   

 

  Danach wird im zweiten Schritt die entfernte Linse durch eine Kunstlinse (IOL) ersetzt. Diese Kunstlinse wird durch die kleine periphere Öffnung mit einem speziellen Instrument in den vollständig geleerten Kapselsack "injiziert". Die Kunstlinse ersetzt nun die körpereigene Linse.
     
 

Die Stärke der neuen Linse wurde, basierend auf präzisen Ultraschallmessungen, vor der Operation genau berechnet. Jeder Patient erhält eine eigens für ihn angepaßte Kunstlinse, die eine lebenslängliche Haltbarkeit hat.

Die Operation des Grauen Star, die nach der gleichen Methode durchgeführt wird, ist seit den 60er Jahren im Einsatz und wird seitdem ständig verbessert. Die CLE- bzw. PRELEX - Operation ist als standardisierte Operationstechnik in der Regel sehr sicher, aber der Patient verliert seine Akkommodationsfähigkeit. Die Lesefähigkeit kann aber durch Auswahl einer multifokalen Linse verbessert werden.

Anwendungsbereich:
Kurzsichtigkeit ab ca. -20 D
Weitsichtigkeit ab ca. +8 D

Eigenschaften:
gute Vorhersagbarkeit im Anwendungsbereich
schnelle Rehabilitation
Verlust der Akkommodation

Risiko:
Infektionsgefahr
erhöhtes Risiko einer Netzhautablösung
erhöhtes Risiko einer Schwellung der Netzhautmitte