Intacs zählen als Hornhautimplantat und stellen eine der neuesten Entwicklungen
auf dem Gebiet der
Refraktiven Chirurgie dar. Seit 1996 wird das Verfahren an der Universitätsaugenklinik
Salzburg angewendet.
Intacs besteheen aus zwei kleinen Ringsegmenten, die zusammen einen Innendurchmesser
von 6,7 mm haben. Diese durchsichtigen Kunststoffsegmente bestehen aus PMMA
(Polymethylmetacrylat),
dem selben Material, das seit ca. 50 Jahren als Linsenersatz beim Grauen Star
implantiert wird.
Vielversprechend an der Intacs-Technik ist, dass das Zentrum der Hornhaut, welches
für die Qualität
der optischen Abbildung von besonderer Bedeutung ist, nicht behandelt wird.
Durch die Entfernung der
Ringsegmente kann der erreichte Effekt außerdem wieder rückgängig
gemacht werden (Reversibilität).
Bei Unter- oder Überkorrekturen kann bei einem weiteren operativen Eingriff
der Ring ausgetauscht werden (Adjustierbarkeit).
Diese Methode ist besonders für jene Patienten geeignet, die auf Reversibilität
eines Verfahrens großen Wert legen.
In den letzten Jahren hat sich auch die Möglichkeit der Implantation bei Patienten mit Keratokonus zur Verbesserung
der Hornhautgeometrie ergeben.
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Die Operation erfordert den erfahrenen Augenchirurgen, sie wird bei örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt und dauert nur ca. 15 bis 20 Minuten: Mit einem speziellen Diamantmesser wird ein kleiner, etwa 1,2 mm langer und ca. 0,4 mm tiefer Schnitt in die Hornhaut gelegt. | |
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Durch die Öffnung werden mit einem sichelförmigen Spezialinstrument zwei halbkreisförmige Kanäle präpariert. Dazu wird das Auge mit einem Vakuumsaugring fixiert. |
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Der zweiteilige Kunststoffring (jedes der zwei halbrunden Plastikstücke hat eine Bogenlänge von 150 Grad) wird in diese Kanäle am Rand der Hornhaut geschoben. | |
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Zwischen den Ringsegmenten wird die zentrale Hornhaut flacher und der Brechungsfehler somit korrigiert. |
Durch den Einsatz des Femtosekundelasers ist es nun auch möglich, die Tunnel computergesteuert in sekunden-
schnelle zu erzeugen, was den Komfort und die Sicherheit für den Patienten noch deutlich erhöht.
Die Refraktionsänderung tritt bei den meisten Patienten innerhalb weniger
Tage ein.
In den ersten 1-2 Monate kann es heilungsbedingt zu Sehschwankungen kommen,
die im Laufe der Zeit abnehmen.
Wenn das Behandlungsziel nicht erreicht wird, können die Ringe wieder entfernt
oder durch andere ersetzt werden.
Anwendungsbereich:
Kurzsichtigkeit
bis ca. -4 D
der Astigmatismus muss
dabei < 1 D sein
Bestimmte Formen von Keratokonus
Eigenschaften:
gute Vorhersagbarkeit
im Anwendungsbereich (bei Kurzsichtigkeit)
optisches Zentrum der
Hornhaut bleibt frei
relativ geringer Wundschmerz
(1 Tag)
etwas verzögerte
Heilung (2 bis 3 Wochen, mit Sehschwankungen)
potentiell reversibel
(die Segmente können wieder entfernt werden)
Nachkorrektur durch
Austausch der Segmente möglich
Risiko:
Infektionsgefahr
(gering)
Reflexe bei Dämmerung