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Vor der Operation wird ein Saugring auf das Auge gesetzt und fixiert dieses. Hierfür wird das Auge kurz unter Druck gesetzt. Mit einem Spezialinstrument (Mikrokeratom, "Hornhauthobel") wird eine ca. 160 µm dicke Lamelle (engl. flap) eingeschnitten und wie ein Buchdeckel aufgeklappt. | |
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Anschließend wird mit dem Excimerlaser Hornhautgewebe verdampft und so die Oberfläche modelliert. Kurzsichtigkeit wird korrigiert, indem die Hornhaut im Zentrum abgeflacht wird. Bei Weitsichtigkeit wird die Hornhaut um das Zentrum "außenherum" ringförmig abgetragen. Eine bestehende Hornhautverkrümmung wird bei einer Korrektur der Kurz- oder Weitsichtigkeit mitbehandelt. Die Oberfläche der Hornhaut wird dabei so abgetragen, dass sie der Kugelform angenähert wird. | |
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Danach wird der "flap" wieder zurückgeklappt.
Er saugt sich von selbst fest und muss nicht angenäht werden. Sie dürfen
jedoch einige Tage lang nicht das Auge reiben. |
Der Laser selbst arbeitet computergesteuert. Der energiereiche
Lichtstrahl schneidet nicht, er verdunstet
hauchdünne Hornhautscheibchen. Er löst sie so schnell auf, dass
das darunterliegende Gewebe
nicht geschädigt wird. Das Zentrum der Hornhaut ist ca. 500 µm bis
600 µm dick
(500 Mikrometer = 0,5 Millimeter). Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und
ist durch lokal
betäubende Augentropfen ebenfalls schmerzfrei.
Anwendungsbereich:
Kurzsichtigkeit
bis ca. -10 D
Weitsichtigkeit bis
ca. +3 D
Astigmatismus bis ca.
+4 D
Eigenschaften:
gute Vorhersagbarkeit
im Anwendungsbereich
die Korrektur findet
im optischen Zentrum (tiefe Hornhautschichten) statt
schnelle Rehabilitationszeit
von wenigen Tagen, kaum Sehschwankungen
in der Regel keine Schmerzen
nach der Operation
nicht reversibel (Effekt
kann nicht rückgängig gemacht werden)
Nachkorrektur im ersten
Jahr nach Anheben des "flaps" möglich
Risiko:
Das Risiko, nach einer LASIK-Operation schlechter zu sehen als vorher, ist sehr
gering.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist ein Restrisiko aber nie ganz auszuschließen.
Zur Veranschaulichung: Bei LASIK z.B. liegt diese Komplikationsrate bei ca.1%.
Über Ihr individuelles Risiko informieren wir Sie im Beratungsgespräch.
In der Regel sind unsere Patienten mit ihrer Behandlung mehr als zufrieden:
Endlich kommen
sie im täglichen Leben ohne Sehhilfe zurecht. Aber wir fühlen uns
verpflichtet, jeden einzelnen
Patienten vor einer Operation über mögliche Komplikationen zu informieren.
Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Behandlung ist die strikte Befolgung
aller Arztanweisungen,
die gewissenhafte Verwendung der verabreichten Medikamente und Augentropfen
und nicht zuletzt
Ihre engagierte Mitarbeit.
Damit das Ergebnis der Operation stimmt, haben sich international einige LASIK-Grundregeln
durchgesetzt. Sie betreffen die Dicke des Hornhautscheibchens (ca. 130 µm),
die Restdicke der
Hornhaut unter dem flap (250 µm) und die Größe der Behandlungszone
(6,0 bis 7,0 Millimeter -
abhängig von der Pupillenweite bei Dämmerung). Wir berücksichtigen
diese Regeln ohne Einschränkung.
Falls es beim Einschneiden des Hornhautscheibchens zu unregelmäßigen
oder unvollständigen
Schnitten kommt, wird die Behandlung abgebrochen und kann evtl. später
wiederholt werden.
Wenn das Hornhautscheibchen hingegen ganz abgetrennt wird, kann die Laserbehandlung
trotzdem durchgeführt werden: Das Scheibchen wird vor der Operation markiert
und kann deshalb
ohne weitere Schwierigkeiten wieder exakt positioniert werden. Sie erhalten
dann eine therapeutische
Kontaktlinse zum Schutz gegen Verrutschen.
Selten kommt es postoperativ zu Faltenbildungen des Flaps, die ein nochmaliges
Anheben und
Spülen des Flaps erforderlich machen können.
In einigen Fällen kann es zu Über- oder Unterkorrekturen in
der Größenordnung von
ca. 10 - 20% der gewünschten Korrektur kommen. Meist ist dies auf individuelle
Schwankungen
der Gewebebeschaffenheit oder der Heilungsvorgänge zurückzuführen.
Sofern es die Hornhautdicke
erlaubt, besteht die Möglichkeit einer Nachkorrektur (Anheben des Flaps
mit Nachlasern),
die ca. 2-6 Monate nach der Operation durchgeführt werden kann.
In seltenen Fällen kann es auch zur Dezentrierung der Behandlungszone
kommen, was dann
ebenfalls einer Nachkorrektur bedarf.
In der ersten Zeit nach der Operation kann es passieren, dass Zellen der
Hornhautdeckschicht (Epithel)
zwischen "flap" und Stroma einwachsen. Falls dadurch eine Sehbeeinträchtigung
entsteht, wird der
flap nochmals angehoben und diese Epithel-Zellen werden entfernt.
Das Besondere an der LASIK-Technik ist, dass es in der Regel nicht zu
sichtbaren Narben kommt.
Allenfalls der Schnittrand in der Hornhautperipherie bleibt manchmal für
den Augenarzt an der
Spaltlampe sichtbar, was aber nicht das Sehvermögen beeinträchtigt.
Damit es nicht zu einer Augeninfektion kommt, werden Ihnen während
und nach der Operation
antibiotische Augentropfen verabreicht. Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen
Ihr Auge entzünden
oder Sie deutlich Schmerzen haben, melden Sie sich bitte umgehend bei uns und
befolgen
Sie die Anweisungen des Arztes.
Bei einigen Patienten treten nach einer LASIK-Behandlung Blendungserscheinungen
oder Lichthöfe
um Lichtquellen auf. Dies ist heilungsbedingt und verliert sich nach wenigen
Wochen.
Selten ist eine Nachkorrektur erforderlich, um das gewünschte Ergebnis
zu erreichen.
Noch seltener (statistisch weniger als 0,1%) kann es zu Komplikationen kommen,
so dass der Patient
nach der Operation schlechter sehen würde als zuvor. Dann könnte zur
Behebung dieses Zustandes
eine Hornhauttransplantation notwendig werden.
In der ersten Zeit nach der LASIK Behandlung ist die Sensibilität der
Hornhaut reduziert. Das kann zu einer
geringeren Tränenproduktion führen (trockenes Auge). Man empfindet
dies als verstärktes
Fremdkörpergefühl. Dagegen helfen Tränenersatzmittel, die Sie
nach der Operation von uns mitbekommen.
Weiters erhalten Sie entzündungshemmende und antibiotische Augentropfen,
die Sie nach Anweisung eintropfen.
Durch die Operation kann es zu Rötungen des Auges oder zu verstärkter
Tränensekretion am
Tag des Eingriffes kommen. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen, das ist normal.
Nicht auftreten sollten starke Schmerzen oder das Gefühl, dass sich
etwas verschoben hat
(plötzliche Sehverschlechterung). In diesem Fall sollten Sie sich umgehend
mit uns in Verbindung setzen.
Für Notfälle sind wir 24 Stunden 7 Tage in der Woche für
Sie erreichbar !